Gaming-Soundtracks — Highlights
- Ambitioniertester Videospiel-Soundtrack NieR: Automata (Keiichi Okabe)
- Stilistisch einheitlichster OST Persona 5 Royal (Shoji Meguro)
- Emotionalster Indie-Soundtrack Celeste (Lena Raine)
- Interaktivster Soundtrack Journey (Austin Wintory, Oscar-nominiert)
| Rang | Spiel | Komponist | Stil | Score |
|---|---|---|---|---|
| 1 | NieR: Automata | Keiichi Okabe | Multi-Genre | 88 |
| 2 | Persona 5 Royal | Shoji Meguro | Jazz-Funk | 95 |
| 3 | Hades | Darren Korb | Roguelite-Progressive | 93 |
| 4 | Celeste | Lena Raine | Emotionaler Chiptune | 92 |
| 5 | Journey | Austin Wintory | Orchestral-Interaktiv | 92 |
| 6 | Hollow Knight | Christopher Larkin | Dark-Orchestral | 90 |
| 7 | Final Fantasy VII Rebirth | Nobuo Uematsu+Team | Epic-JRPG-Orchestral | 92 |
| 8 | Elden Ring | Tsukasa Saitoh+Team | Dark-Orchestral | 96 |
NieR: Automata — Der ambitionierteste Videospiel-Soundtrack
NieR: Automata (2017, PlatinumGames, Musik: Keiichi Okabe/MONACA) hat den musikalisch komplexesten Videospiel-Soundtrack der Geschichte: 84 Tracks die sich in Stil, Sprache und Instrumentierung ändern je nach Spielkontext. In der offenen Welt spielen entspannte Themen. In Kämpfen eskaliert die Musik. In wichtigen Story-Momenten wechselt die Sprache der Gesangsstücke — von der erfundenen "Phantasie-Sprache" zu Japanisch, zu Latein. Das finale Kapitel (Ende E) hat eine Musik-Sequenz die so intensiv ist dass Spieler berichten nicht in der Lage gewesen zu sein das Controller ruhig zu halten. Der OST wird auf Spotify von Millionen außerhalb des Spiels gehört — nur wenige Videospiel-Soundtracks haben diesen Status erreicht.
Journey — Der interaktivste Soundtrack der Grammy-Geschichte
Journey (2012, thatgamecompany, Musik: Austin Wintory) war das erste Videospiel-Soundtrack das für einen Grammy Award nominiert wurde (2012, Best Score Soundtrack for Visual Media). Die musikalische Besonderheit: Der Soundtrack reagiert in Echtzeit auf Spieler-Bewegungen — schnelles Laufen, Gleiten, Stehen haben unterschiedliche musikalische Intensitäten. Wintory beschreibt die Partitur als einen einzigen langen Cello-Solo der über die 2-3 Stunden Spielzeit wächst und sich entfaltet. Journey ohne Kopfhörer zu spielen ist ein anderes Spiel als mit Kopfhörer — der Soundtrack ist die Emotion. Austin Wintory hat danach Abzû und andere Spiele komponiert aber Journey bleibt sein Meisterwerk: eine Partitur die reagiert, atmet und fühlt.









