Diablo Immortal — Auf einen Blick
- Entwickler Blizzard / NetEase
- Plattformen iOS, Android, PC
- Genre Mobile ARPG, Free-to-Play
- Release Juni 2022
- Metascore 68 / User Score: 0.5
- Preis Kostenlos (aggressive Monetarisierung)
Diablo Immortal ist das kontroverseste Blizzard-Spiel der letzten Jahre: Ein technisch solides Mobile-ARPG mit gutem Gameplay, das durch ein aggressives Monetarisierungssystem bekannt wurde das theoretisch hunderttausende Euro Ausgaben für maximale Legendary-Gem-Resonance erlaubt. Die duale Realität des Spiels — gutes Gratis-PvE-Erlebnis, problematisches Pay-to-Win im PvP — macht es zu einem gespaltenen Produkt.
Gameplay & Mechaniken
Das Kernspiel von Diablo Immortal ist überraschend gut: Sechs spielbare Klassen mit klassischen Diablo-Gameplay-Identitäten, eine vollständige Story-Kampagne die zwischen Diablo II und Diablo III spielt, und ein flüssiges Mobile-Steuerungssystem das auf Touch und Controller gleich gut funktioniert. Die Dungeons haben Mechaniken die über einfaches Button-Mashing hinausgehen; die Aktivitäten wie Helliquary-Raids für sechs Spieler und Battlegrounds für PvP sind vollständige Systeme. Das Spiel fühlt sich für ein Mobile-ARPG kompetent an.
Das Legendary-Gem-System ist der Kern des Monetarisierungsproblems: Legendary Gems werden in Socket-Slots eingesetzt und geben starke Effekte; ihre Stärke skaliert mit dem Resonance-Wert der aus dem Einsetzen mehrerer Sterne-Gems entsteht. Die höchsten Resonance-Werte erfordern hunderte 5-Stern-Gems die primär durch die kostenpflichtige Empyrean Inheritance-Mechanik beschafft werden. Berechnungen ergaben bei Release, dass maximale Resonance theoretisch über 100.000 € kosten könnte. Im PvE und Normal-Spielinhalt ist dieser Grad nicht erforderlich; im Battlegrounds-PvP ist hohe Resonance ein echter Vorteil.
Für Casual-Spieler ohne PvP-Ambitionen ist die kostenlose Erfahrung solide: Story, alle sechs Klassen, Dungeons, Rifts und normales Endgame-Content sind ohne Kauf zugänglich. Das Paragon-System post-Maxlevel gibt Build-Tiefe; das Clan-System ermöglicht soziale Interaktion. Blizzard hat nach Release mehrere Updates geliefert die neue Klassen-Content und Quests hinzufügten.
Der PC-Client hat das Spiel für eine andere Zielgruppe zugänglicher gemacht: Maus und Tastatur statt Touch, bessere Bildschirmgröße und klarere Darstellung von Effekten. Viele Spieler die Diablo auf PC kennen nutzen den Battle.net-Client statt Mobile. Cross-Play zwischen allen Plattformen funktioniert ohne Einschränkungen.
Highlights auf einen Blick
- Bestes Mobile-ARPG technisch: Flüssiges Gameplay, gutes Steuerungsschema und vollständige Story-Kampagne.
- 6 kostenlose Klassen: Barbarian, Crusader, Demon Hunter, Monk, Necromancer und Wizard — alle gratis spielbar.
- PC-Client verfügbar: Battle.net ermöglicht Diablo-Feeling am PC ohne Mobilgerät.
- Cross-Play: iOS, Android und PC spielen gemeinsam ohne Plattform-Beschränkung.
- Ehrliches PvE-Gratis-Erlebnis: Story und Dungeons kostenlos vollständig spielbar.
- Problematisches PvP-Monetarisierung: Legendary-Gem-Resonance gibt Pay-to-Win-Vorteile im Battlegrounds.
Für wen geeignet?
Diablo Immortal ist für Mobile-Spieler geeignet die das Diablo-ARPG-Feeling unterwegs wollen ohne einen PC oder eine Konsole zu besitzen. Für diese Zielgruppe ist es das beste verfügbare Mobile-ARPG — die Alternative ist nicht besser, nur weniger bekannt. Als kostenlose Casual-Erfahrung ohne PvP-Ambitionen ist der Spielspaß real.
Für PC- oder Konsolen-Spieler die Diablo 4 kennen, ist Immortal keine Empfehlung — die gleiche Zeit in D4 investiert gibt ein tieferes, faireres Erlebnis. Wer ins PvP investieren will, sollte die Monetarisierungsstruktur verstehen: Ohne erhebliche Ausgaben ist kompetitives Battlegrounds-Gameplay gegen Whale-Spieler frustrierend.
Fazit
Diablo Immortal ist gespaltenes Produkt — gutes Mobile-ARPG-Gameplay, problematische PvP-Monetarisierung. Kostenlos für PvE ohne Bedenken, mit klaren Einschränkungen für alles Kompetitive. Bewertung: 6/10