Entwickler
System Era Softworks
Release
Februar 2019
Game Pass
Ja (PC + Xbox)
Gameplay & Mechaniken
Astroneer dreht sich um einen einfachen aber befriedigenden Kern: Ressourcen abbauen, Technologie erforschen, Basen aufbauen und neue Planeten erkunden. Der Spieler landet auf einem Startplaneten mit einem Basisraumschiff und beginnt sofort mit dem Sammeln: Das Terrain Manipulation Tool — ein dreidimensionaler Vakuumsauger — ist das wichtigste Werkzeug im Spiel. Es saugt Ressourcen auf, formt Terrain um und wird im Laufe des Spiels immer weiter verbessert.
Das Energiesystem ist die zentrale Ressource: Solarmodule, Windturbinen und RTG-Generatoren versorgen Gebäude und Fahrzeuge. Jedes Gerät, jedes Fahrzeug und jede Forschungsstation braucht Strom. Die Planung einer effizienten Energieversorgung ist der komplexeste Teil des Spiels — besonders wenn Basen auf Planeten mit wenig Sonnenlicht oder Wind gebaut werden. Auf der Nachtseite eines Planeten kann ein schlecht geplantes Stromnetz die gesamte Basis lahmlegen.
Ressourcen-Forschung gibt neue Schematics frei: Aus gedruckten Teilen werden Fahrzeuge, Trägerraketen, Forschungsstationen und Terraformierwerkzeuge gebaut. Das Fortschrittsgefühl ist organisch — kein festes Technologiebaum-Menü, sondern das physische Erkunden neuer Ressourcen auf verschiedenen Planeten. Jeder der sieben Planeten hat exklusive Ressourcen, die für bestimmte Technologien notwendig sind.
Co-op für bis zu vier Spieler funktioniert nahtlos: Freunde können der Spielwelt des Hosts beitreten, gemeinsam forschen und sich die Arbeit aufteilen. Ein Spieler baut die Basis, ein anderer erkundet unterirdische Höhlen, ein dritter reist zu einem benachbarten Planeten — das Spiel skaliert gut mit mehr Spielern. Alleine ist Astroneer entspannt und meditativ, mit Freunden deutlich schneller und abwechslungsreicher.
Highlights auf einen Blick
- Kein Kampf, kein Game-Over: Reines Erkundungs- und Bauspiel ohne Feinde — ideal für entspanntes Spielen.
- Sieben Planeten: Jeder Planet hat eigene Ressourcen, Atmosphäre und Geheimnisse.
- Terrain Manipulation: Dreidimensionales Terraforming — Höhlen graben, Hügel formen, Ressourcen abbauen.
- Co-op bis 4 Spieler: Nahtlose Multiplayer-Integration ohne separate Server oder komplexes Setup.
- Im Game Pass enthalten: Für PC und Xbox Game Pass-Abonnenten kein zusätzlicher Kauf notwendig.
- Entspanntester Space-Titel: Weniger komplex als No Man's Sky, zugänglicher als Subnautica — idealer Einstieg ins Genre.
Für wen geeignet?
Astroneer richtet sich an Spieler, die entspannte Erkundung und Aufbau ohne Kampf oder Überlebens-Stress suchen. Animal Crossing-Spieler, die ins Space-Genre einsteigen wollen, finden hier eine natürliche Brücke. Minecraft-Spieler, die mehr Struktur als pure Kreativheit suchen, finden in Astroneers Technologiebaum einen befriedigenden Fortschrittsmechanismus. Das Spiel eignet sich hervorragend für Gruppen von Freunden im Co-op.
Wer Subnautica oder No Man's Sky kennt und komplexere Survivalelemente erwartet, wird von Astroneer möglicherweise unterfordert sein. Das Spiel ist bewusst zugänglicher — keine Feinde, keine echte Ressourcenknappheit, kein Zeitdruck. Das ist keine Schwäche, sondern eine klare Designentscheidung zugunsten von Entspannung und Kreativität.
Fazit
Astroneer ist das perfekte Space-Exploration-Spiel für alle, die den Genre-Einstieg suchen: zugänglich, entspannt, mit befriedigenden Fortschrittsmomenten und exzellentem Co-op. Im Game Pass ist es eine sofortige Empfehlung ohne finanzielles Risiko. Bewertung: 8/10